Reisebericht: Von Yogyakarta per Zug zum Mount Bromo

Reisebericht über unsere geplatzte Tour von Yogyakarta zum Mount Bromo. Per Zug nach Surabaya und weiter nach Probolinggo. Leider ohne Happy End und Besichtigung des Mt Bromo.

Der Mount Bromo ist der aktivste Vulkan auf Java und erreicht mit 2.329 m eine beachtliche Höhe. Unsere Tour zum Mount Bromo führte uns in Tengger-Vulkan-Massiv in den Nationalpark Bromo-Tengger-Semeru.

Die Attraktion einer Tour zum Mount Bromo auf Java ist sicherlich der Aussichtspunkt Gunung Penanjakan, auf dem sich bei Sonnenaufgang zahlreiche Touristen einfinden und auf den hinter dem Mount Bromo liegenden Vulkan Semeru blicken. Der Semeru spuckt fortlaufend Asche in die Luft und löst vulkanische Eruptionen aus. Vor der Kulisse der umliegenden Bergwelt und der aufgehenden Sonne ist dies ein einmaliges und unvergessliches Bild.

Wir befanden uns momentan noch bei den Tempeln in Yogyakarta und hatten zuvor den Borobudur Tempel sowie die Prambanan Tempelanlage besichtigt und wollten nun in das Hochland von Indonesien zum Mount Bromo aufbrechen.

Das diese Tour zum Mount Bromo nicht ganz so verlief wie geplant und eher abrupt endete, könnte ihr nun hier lesen.

Von Yogyakarta nach Surabaya

Von Yogyakarta aus wollten wir also unsere Tour zum Mt Bromo starten. Entweder hätte man mit dem Minibus quer durchs Tengger-Vulkan-Massiv in den Nationalpark Bromo-Tengger-Semeru direkt zum Mt Bromo fahren können, was ca. 8h Fahrt mit dem Minibus auf unebensten Straßen bedeutet hätte, oder man kann von Yogyakarta aus mit dem Zug nach Surabaya (Ost-Java) fahren können.

Zug von Yogyakarta nach Surabaya

Wir entschieden uns für die Zugfahrt nach Surabaya und buchten einen Tag vor Abfahrt im Hauptbahnhof von Yogyakarta unsere Zugfahrt. Los ging es dann am nächsten Tag um 7 Uhr und wir waren schon sehr gespannt, wie unsere erste asiatische Zugfahrt sein würde. Die Fahrt an sich dauerte 4 Stunden und ging zumeist durch monotone Felder-Landschaft. Der Zug war zwar gut gefüllt, jedoch herrschte keineswegs eine durcheinander oder sonstige Zustände die man sich vor seiner ersten Zugfahrt in Indonesien so vorstellen mag. Einzig an den Haltestellen wurde es ein wenig quirliger im Abteil als diverse fliegende Händler mit allerlei Essen und Getränken durch die einzelnen Reihen liefen.

Ankunft in Surabaya

So erreichten wir nach relativ unspektakulären 4 Stunden Fahrt den Bahnhof von Surabaya. Dort waren wir eigentlich gewillt mit dem Bus nach Probolinggo und von dort weiter mit Minibussen direkt nach Sukapura, dem Dorf unterhalb des Mt Bromo zu fahren.

Fahrt zum Mount Bromo

Nachdem wir nun von Yogyakarta aus mit dem Zug in Surabaya ankamen, wollten wir weiter mit dem Bus nach Probolinggo und dann mit einem Minibus direkt zum Dorf unterhalb des Mount Bromo.

Warum auch immer, wir liessen uns von am Bahnhof von Surabaya von einem Schlepper einlullen und ehe wir uns versahen, saßen wir in seinem privaten Minibus Richtung Mount Bromo. Der Schlepper konnte einige Bruchstücke Deutsch und erklärte uns unterwegs auf halb englisch halb deutsch über die Geschichte der Region auf. Sein Fahrer verstand kein Wort von alledem und konzentrierte sich eher darauf nicht unterwegs einzuschlafen. Alles in allem ging die Fahrt zum Mount Bromo recht flott und war ganz angenehm, ausser man sieht davon ab, dass uns dieser private Minibus mal locker schlappe 50€ kosten sollte.

Unterkunft am Mount Bromo

Die Probleme fingen nun aber erst an. Da wir schon im Borobudur Tempel das Pech des indonesischen Feiertags hatten, holte uns dieses nun wieder ein. Kurz vor dem Mount Bromo war inmitten eines Dorfes eine kleine Straßensperre in Form von Meter hohen Boxen aus denen Musik dröhnte aufgebaut. Die nebenstehenden Einheimischen wollten uns nicht durchlassen und wiesen darauf hin, dass es hinter diesem Dorf keine einzige freie Übernachtung mehr am Mt. Bromo gäbe und wir deshalb nicht passieren dürften (in der Tat verliefen auch unsere vorab Reservierungen aus Yogyakarta erfolglos). Unser Schlepper diskutierte mit den Einheimischen noch ein wenig und schlug uns einen Homestay vor. Wir sollten als bei den dortigen Dorfbewohnern übernachten. Diese hatten für diese Fälle sogar einige einfache kleine Zimmer vorbereitet, die zwar sehr primitiv, aber an sich OK gewesen wären, wenn man nicht 40€ die Nacht verlangt hätte und auch mit sich nicht handeln lassen wollte. Wir fuhren mit unserem Schlepper wieder ein kleines Stück zurück wo mitten am Weg ein ökologisches Luxushotel aufgemacht hatte, in dem die Nacht aber ca. 100€ gekostet hätte. Dies wollten wir dann vorerst buchen, jedoch war man sich nicht ganz einig, ob es überhaupt noch freie Zimmer gab. Nach einigem Warten und Gespräche mit Führern und Touristen sowie unserem Schlepper stellte sich die Situation so dar, dass jede verfügbare Tour am nächsten Morgen zum Mt. Bromo ausgebucht war und wir nur für sehr viel Geld die Möglichkeit gehabt hätten auf den Vulkan zu gelangen. Ob das nun alles stimmte, sei mal so dahingestellt. Weil mit mittlerweile echt die Faxen dicke hatten und keinen Bock mehr auf die miesen Touristenabzocken und Schlepperei entschlossen wir uns kurzerhand die Tour zum Mt. Bromo nicht zu machen und uns stattdessen direkt in Richtung Bali zu begeben. Glücklicherweise lag auf dem Rückweg, nach nur kurzem Umweg eine kleine Stadt durch die alle Nachtbusse Richtung Bali fuhren. Dort liessen wir uns nun (natürlich nur gegen Extra-Geld) hinbringen und schlossen mit dem Mount Bromo ab.

Fazit: Tour zum Mount Bromo

Letztendlich war das schon sehr schade, da ich mich auf den Ausblick am Mount Bromo sehr gefreut hatte und auch die Luft auf dem Berg (wir waren schon auf über 2.000 Metern gewesen) war angenehm frisch und kühl und eine sehr willkommene Abwechslung gegenüber dem sonst so heißen Asien, aber naja, der indonesische Feiertag und die Schlepperbanden hatten uns leider die Tour vermasselt. So freuten wir uns nun aber auf unsere anstehende letzte Woche die wir auf den herrlichen Gili Inseln verbringen wollten.

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