Erfahrungsbericht Mietwagen von Sixt – Florida-Rundreise mit Kinder



Erfahrungsbericht: Auf unserer Florida-Rundreise waren wir mit dem Mietwagen unterwegs. Hier gibt es unsere Erfahrungen übers Mieten (mit Sixt) am Flughafen von Miami, USA.

Am Anfang der Reiseplanung stand für uns die Frage im Raum, ob wir für unseren Roadtrip durch Florida einen Mietwagen oder Campervan mieten? Da eine Rundreise durch Florida jedoch durch sehr viel besiedeltes Gebiet führt, haben wir uns entschieden kein Wohnmobil sondern einen Mietwagen auszuborgen. Natürlich gibt es auch einige Nationalparks mit Campinggrounds, wir hatten uns dann aber schon relativ früh auf Mietwagen und Hotel-Rundreise festgelegt. Auch wenn wir im Nachhinein keinen wirklichen Vergleich haben, empfanden wir das als gute Wahl.

Mietwagen Florida

Für unsere Florida-Rundreise benötigten wir noch den passenden Mietwagen. Nach einigen Preisvergleichen sind wir schließlich bei Sixt gelandet und haben vorab direkt für den Miami Airport gebucht.

Kosten Mietwagen Florida

Für unseren sehr großen Chevrolet Traverse LT mit 7-Sitzen (wobei wir die letzte Reihe zu Gunsten eines großen Kofferraums umgeklappt haben) haben wir vorab 587 Dollar / 534 Euro für 15 Tage bezahlt. Das war die Fahrzeugklasse SFAR von Sixt (zur Auswahl stehen dort Chevrolet Travers, Hyundai Santa Fe, Volvo XC70, GMC Acadia)

Mietwagen Chevrolet Traverse LT
Mietwagen Chevrolet Traverse LT

Dies entspricht einem Tagespreis von knapp 36 Euro. Vor bzw. während der Buchung werden einem natürlich günstigere Preise pro Tag angezeigt, aber man darf nicht die zusätzlichen Versicherungen oder Ausstattungswünsche vergessen.

Nicht vorab gebucht aber dennoch am Flughafen aufschwatzen lassen haben wir uns für weitere 60 Dollar die Versicherung, mit der Parkschäden und Kratzer abgedeckt wurden. Der Preis dafür war nicht wirklich hoch und irgendwie ist es nach dem 10h Flug dann passiert und wir haben zugestimmt….

Insider-Tipp:
Wir hatten ca. 4 Monate vor der Reise für 16 Tage gebucht. Und hatten dann anfangs einen Preis von 776 Euro. Wir hatten uns aber irgendwie einen Tag zu viel geplant und kamen auch erst nachher auf die Idee, unsere Kindersitze aus Deutschland selber mitzunehmen. Also hatten wir kurz vorher noch mal storniert und neu gebucht. Ein Tag weniger (Tagesmiete Extratag: 29 USD) sowie 2 Sitzerhöhungen (je 50 Dollar) hätten so 130 Dollar / 120 Euro weniger machen müssen. Plötzlich hatten wir aber eine Ersparnis von 242 Euro (also noch mal 120 Euro günstiger). Ob das immer so geht wissen wir nicht! Aber es kann ja nicht schaden beim nächsten mal vor dem Flug kurz noch mal die Preise zu prüfen.

Toll / Maut extra buchen?

Standhaft sind wir allerdings beim extra Paket „Maut Express Service“ geblieben und haben dies nicht geordert. Das hätte pro Tag 8 Dollar (in Summe für 15 Tage 120 Dollar!!) extra gekostet. Wir hatten aber vorher etwas recherchiert ob man dies wirklich benötigt. Die Sachlage war vorher leider nicht ganz so klar, denn zb der Weg zu den Florida Keys ist eine Mautstraße. Und es wird darauf hingewiesen, dass man an vielen Mautstationen nicht mehr vor Ort bezahlen kann und der Toll-Pass der sichere Weg ist.
Allerdings ist es auch so, dass man bei einer Durchfahrt ohne gültiges Ticket wohl pauschal 6-7 Dollar über Sixt als Strafe bezahlen muss. Uns war es das Risiko wert. Selbst wenn wir einige Dollar-Strafe zahlen sollten, wären wir niemals auf die gesamten Kosten gekommen als wenn wir das Toll-Paket im Voraus gebucht hätten.

Und so kam es dann auch. Wir haben zwar ein paar wenige Toll-Roads (wie zb den Florida-Turnpike) passiert, konnten aber überall problemlos mit Kreditkarte oder Bargeld zahlen. Nach dem Urlaub kam dann lediglich noch eine Rechnung von Sixt die für ca. 7 Dollar eine weitere Mautgebühr abrechnete. Da konnten wir aber gut mit leben.

Fazit: Das teure Maut-Paket braucht man nicht dazu buchen. Einfach vor Ort an den Stationen bezahlen.

Ablauf Übergabe & Abgabe Mietwagen

Die Abholung war recht einfach und schnell. Am Schalter im Flughafen von Miami mussten wir kurz unseren Ausweis, Fahrerlaubnis und Kreditkarte vorweisen und das war es quasi schon. Ein Aussuchen des Autos in der Garage gab es bei uns nicht, wir hatten am Schalter nur kurz erläutert bekommen welche Autos verfügbar waren und konnten uns so eins aussuchen. Wir hätten allerdings noch ein Upgrade auf die nächst höhere Klasse vornehmen können.

Mit unserem Beleg sind wir dann ins Parkhaus und haben dort den Schlüssel für unseren Mietwagen bekommen. Das war es. Es gab keine weitere Einweisung oder ähnliches.

Die Abgabe hat das alles noch mal getoppt und war noch schneller und hat keine zwei Minuten gedauert. Check der gefahrenen Kilometer und Tankinhalt, kurzer Gang ums Auto. Einmal unterschreiben. Fertig.

Fazit: Das war alles sehr unkompliziert.

Eigenen Kindersitz mitnehmen?

Unsere Kindersitze haben wir von zuhause aus Deutschland mitgebracht. Da wir nur 2 Sitzerhöhungen genutzt hatten, war das relativ unaufwändig. Einfach in einen Sack aus Plastik gepackt, Klebeband drum und Airberlin befördert das kostenlos zum normalen Gepäck.

Die Miete der Kindersitze war uns nämlich mit jeweils 50 Euro deutlich zu teuer. Alternativ kaufen sich einige Familien direkt nach der Ankunft in den USA zb bei Walmart eine Sitzerhöhung für 10-15 Dollar. Dies war uns aber zu stressig, da wir nach der Landung direkt noch auf die Florida Keys gefahren sind und nicht erst noch Kindersitze kaufen wollten.

Fazit: Unterm Strich war die Mitnahme der Sitzerhöhungen eine gute Wahl und hat sehr unkompliziert und einfach geklappt. Würden wir wieder so machen und somit einige Kosten sparen.

Karte oder Navi?

Wenn man im fremden Land mit dem Auto unterwegs ist, benötig man irgendetwas zu Orientierung. Wir hatten uns vorab eine große Florida-Landkarte für 12 Euro bei Amazon gekauft. Das war prima, denn so konnten wir vorab bei der Planung schon einen guten Überblick bekommen. Außerdem war es toll mit den Kindern so zusammen das Land und unsere Fahrtstrecke zu erkunden.

Für die großen Strecken und zur Planung war die Karte super, zur Navigation in den Städten oder Hotel-Anfahrten war das jedoch eher ungeeignet. Ein Navigationsgerät hätten wir zwar auch direkt bei der Autovermietung bekommen können, wollten die über 100 Euro aber nicht ausgeben. Wir hatten sogar erst mit dem Kauf eines Navis vor Ort geliebäugelt (Alternative: eines aus Deutschland mitbringen – dann nur darauf achten ob eine geeignete Karte installiert ist). Schließlich haben wir dann aber unser Handy mit Google Maps genutzt.

Das ging super. Die Google Maps fürs iPhone und Android hat einen super Routenplaner inklusive Sprachausgabe. Das tolle daran ist, dass man die Karten vorab im WLAN herunterladen kann und so das iPhone als Navi auch offline nutzen kann. Das klappt wirklich ohne Kosten. Wir hatten unser Handy meist im Flugmodus und die Navigation hat dennoch einwandfrei funktioniert. Sogar inklusive Sprachausgabe der Fahrtrichtungen.

Fazit: Navigation mit Google Maps App auf dem Handy können wir daher sehr empfehlen.

Welcher Mietwagen / Mietwagenklasse?

Wir hatten die Fahrzeugklasse SFAR von Sixt und haben hier also einen Chevrolet Traverse LT gemietet (fast baugleich ist übrigens der GMC Acadia). Und dieses als Sports SUV bezeichnete Auto ist besonders für eine Rundreise mit Kindern klasse. Sehr viel Platz vorne, hinten und (wenn man die letzte Sitzreihe umlegt) auch einen sehr großen Kofferraum.

Uns war es besonders wichtig viel Ladefläche zu haben um ordentlich mit unserem Gepäck umgehen zu können. So haben wir nicht jeden Abend jeden Koffer mit ins Hotel genommen und auch zum Beispiel Strandspielzeug im Kofferraum gelassen. Ohne dass wir am nächsten Tag erstmal 10 Minuten zum erneuten einladen benötigen.

Ansonsten fanden wir für unseren großen Mietwagen auch die Kosten i.H.v. 534 Euro angemessen. Natürlich hätte auch alles in eine normale Limousine gepasst, aber solch ein großes Auto gehört irgendwie zu einem Usa-Roadtrip dazu.

SIXT SFAR Fahrzeugklasse: Chevrolet Traverse LT
SIXT SFAR Fahrzeugklasse: Chevrolet Traverse LT

Fazit: Erfahrungsbericht Mietwagen Florida

Unsere Erfahrungen mit einem Mietwagen in Florida, hier speziell von Sixt, sind durchweg positiv. Die Anmietung und Abgabe war sehr unkompliziert. Einzig mit den Kosten sollte man etwas aufpassen: Navigationsgerät, Kindersitze, Maut und zusätzliche Versicherungen können den einst so günstigen Tagesmietpreis leicht ansteigen lassen.

Wir waren froh dass wir auch solch ein großes Auto hatten welches einfach ein angenehmes Reisen war und hat jeden Tag aufs neue dafür gesorgt, dass wir mit unseren Kindern eine tolle Florida-Rundreise hatten.

Eine Rundreise mit dem Mietwagen durch Florida ist also sehr familientauglich.

Zum Fahren und Tanken in den USA wurde auch schon auf anderen Seiten viel geschrieben, weshalb wir uns das hier sparen. Nur eins: niemand muss davor irgendwie Angst haben :-)

Hier gibt es weitere Infos zu unserer Florida-Rundreise mit Kindern.



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